Die Wirtschaft von Malawi:

Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Es verfügt nur über wenige Rohstoffe und Bodenschätze, vor allem Marmor und Kalkstein. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 1,7 Mrd. US-Dollar (2001; Dienstleistungen 44,6 Prozent, Industrie 17,8 Prozent, Landwirtschaft 37,6 Prozent); daraus ergibt sich ein BIP pro Einwohner von 170 US-Dollar. 24 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten im Dienstleistungssektor, 22 Prozent sind in der Industrie, 54 Prozent in der Landwirtschaft beschäftigt. Malawi ist in erster Linie ein Agrarland und Nahrungsmittel-Selbstversorger. Anfang der neunziger Jahre gab es wegen einer großen Dürre schwerwiegende Probleme, da die Grundversorgung nicht mehr gewährleistet werden konnte. Hauptanbauprodukte sind Mais, Zuckerrohr, Früchte, Gemüse und Erdnüsse. Ausgeführt werden Tabak, Tee, Erdnüsse und Zucker. Die der Eigenversorgung dienende Fischereiwirtschaft gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sie hat ihren Hauptstandort in Nkhotakota am Westufer des Malawisees. Die jährliche Fangmenge liegt bei 56 564 Tonnen. Der Staatshaushalt wird von einer negativen Handelsbilanz gekennzeichnet. Zahlreiche Malawier arbeiten als Gastarbeiter in der Republik Südafrika und in anderen Ländern.

Das produzierende Gewerbe arbeitet vorwiegend für den Eigenbedarf. Hergestellt werden Nahrungsmittel, alkoholische Getränke, Tabakwaren, Zement, Textilien, Metallwaren und Schuhe.

Währung und Außenhandel

1971 wurde Malawis Währung in ein Dezimalsystem umgewandelt. Währungseinheit ist der Kwacha, bestehend aus 100 Tambala. Die Reserve Bank of Malawi (1965 gegründet) gibt die Währung aus.

Importiert werden in erster Linie Fertigwaren, Düngemittel, Maschinen, Kraftfahrzeuge, Textilien und Brennstoffe. Die Haupthandelspartner Malawis sind Großbritannien, Südafrika, die Vereinigten Staaten, Deutschland, Japan, Zimbabwe und die Niederlande.

 

Währung:

1 Malawi-Kwacha (MWK) = 100 Tambala

(derzeitiger Wechselkurs: 1 EUR  = 196,264 MWK

                                               1 MWK = 0,005095 EUR)

Stand: 25.05.2009

 

Importgüter: Nahrungsmittel, Maschinen, Fertigprodukte und Transportausrüstung
Exportgüter: Tabak, Tee, Zucker, Kaffee, Erdnüsse und Holzprodukte
BIP: 1,7 Mio. US-$ (2001)
Auslandsverschuldung: 2,9 Mrd. US-$ (2001)
Inflation: durchschnittlich (1990-1998) ca. 33 % pro Jahr
Sektoren der Wirtschaft: Dienstleistung: ca. 45 %
Industrie: ca. 18 %
Landwirtschaft: ca. 37 %
Industrie: Landwirtschaftlich-verarbeitend (Tabak, Tee und Zucker), Sägemühlen, Zement und Verbrauchsgüter
Landwirtschaft: Tabak, Zuckerrohr, Baumwolle, Tee, Rinder und Ziegen
Erwerbstätigkeit: Landwirtschaft: ca. 85 %
Jahreseinkommen: durchschnittlich ca. 170 US-$ je Einwohner