Hubert Tintelott, Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerks, bewährt sich bei „Zimmer frei!“

Bestes Projekt: Aufbau von Kolpingsfamilien

 

Hörstel-Riesenbeck, 27.02.2009. Nicht mit der Übergabe eines Zimmerschlüssels, sondern einer wohlverdienten Urkunde als Ehrenmitglied des Treffpunkt Malawi an Hubert Tintelott endete ein unterhaltsamer und informativer Abend auf Hof Lammers. Der Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerks (IKW) überzeugte das Publikum und den Treffpunkt Malawi, indem er die ihm gestellten Fragen sehr offen und mit viel Herzblut beantwortete. Erfolgreich meisterte er auch die eingestreuten Aktivitäten.

 

Tintelott, der sich als Oppositioneller der 68er-Bewegung bezeichnet, fand seine Begeisterung für die Entwicklungshilfe über beeindruckende Vorbilder wie John F. Kennedy und den brasilianischen Befreiungstheologen Dom Hélder Câmara. Dass er direkt nach seinem erfolgreich abgeschlossenen Studium der Betriebswirtschaftslehre Generalsekretär eines weltweiten Verbandes und nicht Marketingleiter von Jacobs in Bremen wurde, verdankt er eher einigen glücklichen Umständen als einem angestrebten Karriereziel.

 

Die sprühende Lebensfreude des Generalsekretärs machte es dem Moderatorenteam Rendel Werthmöller und Rainer Hackenfort vom Treffpunkt Malawi leicht, ihm spannende Informationen zu entlocken. Sein Talent, andere Menschen für eine gute Sache zu begeistern, stellte Tintelott beim Bauchladen-Verkauf fair gehandelter Produkte an die Gäste unter Beweis. Bei dem im Bilderrätsel gesuchten Begriff „Entwicklungshilfe“ ließ sich der sonst zackige Tintelott überraschend viel Zeit. Das Publikum honorierte nicht nur diese Einlage mit herzhaftem Lachen.

 

Inzwischen ist Hubert Tintelott schon 35 Jahre im Amt und darf auf eine sehr erfolgreiche Entwicklung des IKW zurückblicken. Seit Malawi im vergangenen Jahr hinzukam, gehören jetzt 61 Länder dem internationalen Verband an, während es bei seinem Amtsantritt nur 14 Länder waren.

 

Seine Mitgliedsländer unterstützt das IKW auf vielfältige Weise. Gerade an den dabei über Jahrzehnte erworbenen Erfahrungen in der Partnerschaftsarbeit und Entwicklungshilfe zeigte sich der Treffpunkt Malawi interessiert. Selbstkritisch stellten die Mitglieder ihre drei wichtigsten Projekte in Malawi vor und baten Tintelott um eine offene Bewertung. Besonders die Nachhaltigkeit der Konzepte begeisterte Tintelott, wobei er gleichzeitig vor dem Hintergrund seiner langjährigen Erfahrungen Tipps für Verbesserungen gab. Dabei betonte er, dass Kolping eine von den Menschen getragene Mitgliederbewegung ist und sich nicht zu einem Verband der Institutionen entwickeln dürfe. „Das beste Kolpingprojekt ist deshalb immer noch der Aufbau von Selbsthilfegruppen, das heißt Kolpingsfamilien, die jeweils einen neuen Solidaritätskern bilden“, brachte der Generalsekretär seine Meinung auf den Punkt.

 

Nach der sehr erfolgreichen Podiumsdiskussion und dem Kaminabend mit einem Spiegelreporter zu Entwicklungshilfethemen war die Veranstaltung „Zimmer frei“ ein weiterer unterhaltsamer und informativer Abend, um das Thema Afrika und Kolping näher zu beleuchten.

www.treffpunkt-malawi.de

Fotos: Hanjo Dirksmeyer (Kolpingsfamilie Riesenbeck)

Auf einer afrikanisch dekorierten Bühne stellte sich Kolping-Generalsekretär Hubert Tintelott (M.) den Fragen und Aufgaben des Moderatorenteams Rainer Hackenfort und Rendel Werthmöller.

 

Kolping-Generalsekretär Hubert Tintelott nahm begeistert die Urkunde über die Ehrenmitgliedschaft im Treffpunkt Malawi entgegen.

Pressekontakt: Thomas Schmiemann, Vorsitzender Treffpunkt Malawi, Tel. Tel: 05454/180673 oder 0171/3576753, E-Mail: t.schmiemann@freenet.de