Offizielle Gründungsurkunden für drei Kolpingsfamilien in Malawi

- Malawi wird das 61. Land in dem das Kolpingwerk vertreten ist!

Seit zehn Jahren hat der Treffpunkt Malawi, Initiativkreis der Kolpingsfamilie Riesenbeck, nun schon Kontakt zu dem südostafrikanischen Land und leistet dort Hilfe zur Selbsthilfe – stets vor dem Hintergrund der Ziele Adolph Kolpings. Jetzt konnte Hubert Tintelott, Generalsekretär des Internationalen Kolpingwerks (IKW), einer Delegation des Treffpunkts Malawi die offiziellen Gründungsurkunden für Mzambazi und seine zwei Außenstationen Chaboli und Chimwemwe überreichen. Hierzu waren vier Mitglieder des Treffpunkts am Montag (7.7.2008) nach Köln gereist – auch wenn nach der intensiven Vorbereitung für die beim Kanalfest am vergangenen Wochenende präsentierte Multi-Media-Show eigentlich Zeit zum Durchatmen nötig gewesen wäre.

Auf der Weltkarte im Büro des Generalsekretärs prangt die 61. Nadel und zeigt, dass es in Malawi nun offiziell Kolpingsfamilien gibt. Bislang war das Land für den internationalen Verband noch ein weißer Fleck. „Ich freue mich sehr über die Entwicklung in Malawi – vor allem, weil der Kontakt durch die Basisarbeit des Treffpunkt Malawi hergestellt wurde. Hierfür spreche ich dem Initiativkreis meinen herzlichen Dank aus“, so Generalsekretär Tintelott.

Ende Juli wird Hermann Determeyer mit seiner Tochter nach Mzambazi reisen und die Gründungsurkunden persönlich überbringen. „Die Kolpingsfamilien werden sich bestimmt sehr freuen und das Ereignis gebührend feiern“, ist der Hörsteler, der bereits im vergangenen Sommer dort war, überzeugt.

Hubert Tintelott versprach, kurzfristig Kontakt nach Malawi aufzunehmen und Anfang 2009 ein Mitglied eines so genannten Formation Team nach Mzambazi zu entsenden, das dort die Neumitglieder schult.

Treffpunkt-Malawi-Vorsitzender Thomas Schmiemann aus Riesenbeck sieht in der internationalen Verbandszugehörigkeit eine große Chance für die neuen Kolpingbrüder und -schwestern: „Die Kontakte zu anderen Kolpingsfamilien in Afrika liefern sicherlich viele neue Anstöße und sind sehr wertvoll für die weitere Entwicklung. Dennoch müssen die Malawier ihren eigenen Weg gehen, um sich erfolgreich weiterzuentwickeln.“

Bei den regelmäßigen Besuchen der Mitglieder des Treffpunkts in der ländlichen Gemeinde im Norden Malawis waren Adolph Kolping und sein Werk stets ein Thema, dennoch hat es einige Jahre bis zur Mitgliedschaft im IKW gedauert. „Uns war es wichtig, dass die Initiative nicht von uns, sondern von den Kolpingsfamilien vor Ort ausgeht“, erläutert Thomas Schmiemann. Jürgen Keuter aus Püsselbüren ergänzt: „Deshalb gibt es auch in Karonga, wo wir einer einheimischen Ordensschwester bei der Betreuung von inzwischen leider 10.000 AIDS-Waisen mit Geldspenden unter die Arme greifen, noch keine Kolpingsfamilien. Die Gemeindemitglieder haben zwar Interesse an Kolping, aber noch keine eigenen Schritte in Richtung Mitgliedschaft unternommen.“

Entstanden ist der Kontakt nach Malawi durch Thomas Schmiemann , der 1997 in der ehemaligen Missionsstation der Weißen Väter in Mzambazi war und beim Bau einer Kirche half. Durch Workcamps in Namibia und Uganda war er schon längst mit dem „Afrika-Virus“ infiziert und nahm sich vor, die Lebenssituation der Menschen in dem extrem armen Malawi auf lange Sicht verbessern zu helfen. Deshalb gründete er noch im gleichen Jahr den inzwischen als gemeinnützig anerkannten Verein Treffpunkt Malawi .

Spenden sind möglich auf das Konto Nr. 905 333 600 bei der Volksbank Tecklenburger Land, BLZ 403 619 06.

Freuen sich über die Aufnahme der ersten drei malawischen Kolpingsfamilien in das Internationale Kolpingwerk: Generalsekretär Hubert Tintelott (l.) und Thomas Schmiemann, Vorsitzender des Treffpunkts Malawi in Riesenbeck

 

 

 

Generalsekretär Hubert Tintelott (2. v. l.) überreicht dem Treffpunkt Malawi die Gründungsurkunden für die ersten drei malawischen Kolingsfamilien. Vom Treffpunkt Malawi, v. l.: Sandra Wilde (Holtwick), Hermann Determeyer (Hörstel), Thomas Schmiemann (Riesenbeck), Jürgen Keuter (Püsselbüren)

 

Die drei neuen malawischen Kolpingsfamilien erhalten Banner, um auch nach außen ihre Mitgliedschaft zeigen zu können. V. l.: Hermann Determeyer (Hörstel), Hubert Tintelott (Generalsekretär Internationales Kolpingwerk), Thomas Schmiemann (Riesenbeck), Jürgen Keuter (Püsselbüren)