Erster Erfahrungsbericht zur Malawi-Reise von Hermann und Luisa Determeyer vom 10.08.2008

In Mzuzu haben wir uns mit Shadrik Munthali und mit seinem Projektplaner unterhalten, dieser hat nochmals versucht den verkürzten und mit wenigeren Teilnehmern durchgeführten Trainingskurs in Karonga zu erklären, wobei Geldmangel immerwieder als Ursache angeführt wurde. Ich hatte den Eindruck, dass das Budgetdenken auch auf die Teilnehmer übertragen wurde, und somit der Keim der Selbstverantwortung geschwächt wird. Habe versucht mit Schwester Beatrice Kontakt aufzunehmen - ist aber noch nicht gelungen. In Rumphi sind wir sehr positiv überrascht worden, weil Flument und Jakob sehr aktiv mit dem Mbaula-Lehmofen von Probek (ein großes GTZ-DED-Projekt ) zusammenarbeiten.  Beim Chief waren 64 fertige Öfen gestapelt und ein Branntofen hergerichtet. Somit konnten wir gleich die Holzdeckel technik anwenden, um den Kochtopf zu isolieren und den Rauch zur Mündung eines neuen Schornsteines zu führen. Ein hochmotivierter englich-sprechender Maurer hat außen an der Küche dieses Häuptlings einen Rauchschacht gemauert. An zwei Tagen haben wir hier Vorführungen gemacht und ebenfalls Kartoffeln im Isolierkorb erfolgreich feuerlos weich gesimmert. Der eingemauerte Lehmofen wird mit Asche und Holzkohle isoliert, um eine maximale Brenntemperatur zu erreichen.

Wir konnten weitere Kapokbäume finden und ernten, um mehr Isoliermaterial zu bekommen. Flument hatte sich aber auch schon einen Sack voll organisiert. In einem weiteren Dorf von Jakob haben die Magic-cookers eine Demo vorgeführt wie sie andere Isoliermaterialien zum Simmern nutzen. Hier gab es sogar ein Herdfeuer mit Kamin, um rauchfrei herkömmlich zu kochen. Mit einem Kocher-tanz und viel Getrommel und 4 Häuptlingen haben sie sich eindrucksvoll bedankt.

Nach 6 Tagen in der Matunka-lodge sind wir im Vasa-Park mit schönen Begegnungen von Gnus, Hippos und 25 Elephanten einem Urlaubstag gerecht geworden.

Mit einem Buschtaxi gings weiter nach Mzambazi. Der Bischof kam am nächsten Tag um eine Firmung unter freiem Himmel zu zelebrieren. Somit hatten wir Gelegenheit mit ihm über die Internationale Kolpingmitgliedschaft zu sprechen. Sie wurde von allen Gruppen in Chewemwe, Chaboli und Mzambazi sehr erfreulich gewertet, besonders von Bernard, als ältestes Gründungsmitglied. In allen Orten habe wir verschiedene Gemüsearten und Fruchtbaumarten als Saatgut verteilt und die Anlage von Baumschulen und Komposthaufen angeregt. Kunstdünger ist fast unbezahlbar teuer geworden. Mit einem Pygmäentanz, viel Essen und Trinken und dem Kolpinglied klang der letzte Abend aus.Am letzen Tag in Lolongwe haben wir bei der GTZ den Außenmitarbeiter aufgesucht und erfahren, das er ebenfalls das Isolierkochen im Programm hat und auch Mozambazi als Projekt ort nun regelmäßig aufsuchen wird - denn da gibt es beim Kolpingvorsitzenden J. Njondo nun ebenfalls einen Schornstein. Sein Haus soll auch ein Koch-Energie-Beratungs und Demozentrum werden. 

Luisa und ich haben sich sehr über alle Stationen, über Steven Bulambo seinen Einsatz und über das gewachsene Miteinander besonders auch um Mzambazi gefreut. Luisa hat viele Bilder gemacht, ich einen Film-es gibt somit noch manches zum Nacharbeiten.

Hermann und Luisa Determeyer

Weitere persönliche Einschätzungen zur Situation in Malawi von Hermann Determeyer...

Besuch eines Brunnenprojektes

Der Kolpingsfamilie Chaboli wird die Gründungsurkunde übergeben.

Der Kolpingsfamilie Mzambazi wird feierlich die Gründungsurkunde übergeben.

Zusammensetzung eines Isolierkochers.

Schulung zum Isolierkochen.

Energiesparöfen.

Ansicht eines Isolierkochers

Ausgelassene Stimmung gehörte natürlich mit zur Reise.

Vorführung und Schulung zum energiesparenden Kochen.

Schulungsveranstaltung.